Vortragsprogramm – Herbst/Winter 2020/21

 

Hinweise zu den COVID-19-bedingten Hygiene-Vorschriften

 

Die Teilnahme an Veranstaltungen des Programms ist nur nach bestätigter Voranmeldung in unserer Geschäftsstelle (040-6891-3464, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) möglich, wo Ihre Kontaktdaten registriert werden.


Die Platzzahl für alle Veranstaltungen ist beschränkt. Die jeweilige Kapazität finden Sie am Ende der einzelnen Ankündigungen. Teilen Sie Absagen bitte mit, damit andere nachrücken können.


Auf dem Weg zum Sitzplatz am Veranstaltungsort tragen Sie bitte eine Mund-Nasen-Bedeckung und wahren die Abstände. Während des Vortrags ist keine Maske notwendig. Beachten Sie zudem die Husten- und Niesetikette. Um Rückstau am Einlass zu vermeiden, sind dort nur Ihre Kontaktdaten zu bestätigen.


Wir planen, die Termine auf Video aufzuzeichnen, um nachträglich einen größeren Interessentenkreis teilhaben zu lassen. Die Videos finden Sie hier auf der VHG-Homepage (vfhg.de/veranstaltungen/online-programm.html). Da sich die COVID-19-Lage dynamisch verändern kann, schauen Sie bitte am Tag der Veranstaltung hier auf die VHG-Homepage, wo ggf. Änderungen bekanntgegeben werden.

 

Bitte beachten Sie jeweils den Veranstaltungsort:

Das Museum für Hamburgische Geschichte ist im Holstenwall 24

Das Altonaer Museum ist in der Museumsstraße 23 

 

Mittwoch, 7. Oktober, 18.00 Uhr, Großer Hörsaal im Museum für Hamburgischen Geschichte, Holstenwall 24

Kurt Hillers Rückkehr aus dem Exil – nach Hamburg statt nach Berlin.

In Zusammenarbeit mit dem Museum für Hamburgischen Geschichte

Der 1885 in Berlin geborene Schriftsteller Kurt Hiller floh 1934 nach einem Jahr KZ-Haft (als Pazifist, Sozialist, Schwulenaktivist jüdischer Herkunft) ins Prager Exil und später nach London. Erst 1955 sah er die Möglichkeit, nach Deutschland zurückzukehren und entschied sich für Hamburg. Hier schrieb er bis zu seinem Tod 1972 für Zeitschriften („Zwischen den Kriegen“, „konkret“, „Lynx“), gründete den Neusozialistischen Bund und hielt private Vorlesungen an der Universität.

Dr. Harald Lützenkirchen, 1989 mit einer Arbeit über Hillers Konzept einer „Logokratie“ promoviert, 1998 Gründungsmitglied und seit 2011 Vorsitzender
der Kurt Hiller Gesellschaft und Verwalter des Hiller-Nachlasses.

Teilnehmerzahl: 45 Personen.

 

Mittwoch, 14. Oktober, 18 Uhr, Großer Hörsaal im Museum für Hamburgischen Geschichte, Holstenwall 24

Die Kunstkeramik des Carstens-Konzerns 1919 bis 1939.

In Zusammenarbeit mit dem Museum für Hamburgische Geschichte

Vorgestellt werden die 1900 gegründete Hamburger Firma Carstens, die in der Zwischenkriegszeit mit zehn Steingut- und zwei Porzellanwerken nach Villeroy & Boch die Nummer 2 im deutschen Markt war, und ihr Produktionsprogramm. Mit ihm setzte das Unternehmen das neue Stilmittel der Bildenden Kunst, die Abstraktion, im Steingut um. Thematisiert wird auch, wie sich die NS-Politik auf Firma und Familie Carstens auswirkte.

Dr. Volker Zelinsky studierte Mathematik, Physik und Philosophie, war danach als Manager und Unternehmensberater tätig. 2016 schloss er in Hamburg das Studium der Kunstgeschichte mit einer Promotion zum Carstens-Konzern ab. Als Kurator und Autor widmet er sich der Keramikgeschichte.

Teilnehmerzahl: 45 Personen.

 

Mittwoch, 4. November, 18 Uhr, Großer Hörsaal im Museum für Hamburgischen Geschichte, Holstenwall 24

Hamburg und die Hanseforschung.

In Zusammenarbeit mit dem Museum für Hamburgische Geschichte

Seit ihren Anfängen im 19. Jahrhundert war die Hanseforschung intensiv mit Hamburg verbunden. Hier wirkende Historiker und Archivare wie Johann Martin Lappenberg, Karl Koppmann oder auch Heinrich Reincke leisteten wichtige Beiträge zur Hanseforschung, nicht zuletzt für die Erschließung von Quellen. Der Vortrag wird diesen bis in die Gegenwart reichenden Verflechtungen nachgehen.

Prof. Dr. Jürgen Sarnowsky ist Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Hamburg. Forschungsschwerpunkte sind die geistlichen Ritterorden des Mittelalters, die Hanse, das Ordensland Preußen, England, die Geschichte der Bildung und der Entdeckungsreisen sowie digitale Editionen.

Teilnehmerzahl: 45 Personen.

 

 

Donnerstag, 19. November, 18 Uhr, Großer Hörsaal im Museum für Hamburgischen Geschichte, Holstenwall 24

„Keinen Adel, keine Patrizier, keine Sklaven“? Sklavenhandel, atlantische Sklaverei und Anti-Sklaverei in Hamburg.

In Zusammenarbeit mit dem Museum für Hamburgische Geschichte

Entgegen der heute noch gängigen Überzeugung waren Hamburger*innen bereits im 18. und frühen 19. Jahrhundert vielfältig in die atlantische Sklaverei verstrickt. Sie besaßen nicht nur Plantagen in karibischen Regionen, sondern unternahmen von Hamburg aus auch Sklavenhandelsfahrten. Diese Involvierung war sichtbar: durch die Anwesenheit freier und versklavter schwarzer Menschen, durch gedruckte Anleitungen zum Sklavenhandel oder durch die Bemühungen Einzelner, dagegen aktiv zu werden.

Dr. Sarah Lentz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Frühe Neuzeit der Universität Bremen, bekam 2019 für ihre Dissertation zu deutschen Sklavereigegner*innen den Bremer Studienpreis. Annika Bärwald M.A. ist in Bremen Doktorandin im ERC-Projekt „Das Heilige Römische Reich deutscher Nation und seine Sklaven“ und arbeitet zu Hamburger Verstrickungen in die Sklaverei sowie zu schwarzen  Menschen in Hamburg und Umgebung.

Teilnehmerzahl: 45 Personen.

 

Mittwoch, 25. November, 18 Uhr, Großer Hörsaal im Museum für Hamburgischen Geschichte, Holstenwall 24

Vorstellung der neuen Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 106 (2020).

In Zusammenarbeit mit dem Museum für Hamburgische Geschichte

Auch in diesem Herbst stellt der VHG den neuen Band seiner Zeitschrift in einer öffentlichen Veranstaltung vor. Die fünf Aufsätze werden dabei in kurzen Statements von „ersten Leser*innen“ (nicht von den Autor*innen selbst) vorgestellt, und das Redaktionsteam wird Rede und Antwort stehen (Dirk Brietzke und Rainer Nicolaysen für den Aufsatzteil; Angela Graf und Franklin Kopitzsch für den Rezensionsteil). Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Teilnehmerzahl: 45 Personen.

 

Mittwoch, 2. Dezember, 18 Uhr, Großer Hörsaal im Museum für Hamburgischen Geschichte, Holstenwall 24

„Grabe wo Du stehst“ – Entwicklung und Perspektiven der Hamburger Geschichtswerkstätten.

In Zusammenarbeit mit dem Museum für Hamburgische Geschichte

„Grabe wo Du stehst!“ – dieser Satz stand in den 1980er Jahren am Beginn der Geschichtswerkstätten und gilt noch heute. Stadtteilgeschichte beginnt nicht in Archiven und Bibliotheken, sondern vor der Haustür. Jeder Mensch hat eine Geschichte, die wichtig ist. Dafür stehen die Geschichtswerkstätten, die ihre Projekte mit Menschen vor Ort umsetzen wollen. Die Förderung von Geschichtsbewusstsein sowie die Identifikation mit dem Stadtteil sind zentrales Ziel. Es geht um Neugier und Mitgestaltung. Der Vortrag geht auf Geschichte, Gegenwart und Zukunftsperspektiven der Geschichtswerkstätten ein.

Dipl.-Geogr. Reinhard Otto, Vorsitzender im Dachverband Geschichtswerkstätten Hamburg und in der Geschichtswerkstatt Barmbek aktiv, beschäftigt sich mit Barmbeks Geschichte sowie mit Jugend- und Freizeitkulturen von 1925 bis 1965.ist Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Hamburg. Forschungsschwerpunkte sind die geistlichen Ritterorden des Mittelalters, die Hanse, das Ordensland Preußen, England, die Geschichte der Bildung und der Entdeckungsreisen sowie digitale Editionen.

Teilnehmerzahl: 45 Personen.

 

Mittwoch, 9. Dezember, 18 Uhr, Großer Hörsaal im Museum für Hamburgischen Geschichte, Holstenwall 24

Ansichten von Hamburg – als das Foto zum Massenmedium wurde.

In Zusammenarbeit mit dem Museum für Hamburgische Geschichte

Der fotohistorische Blick auf Hamburg hat zwei Schwerpunkte: zum einen die frühen Daguerreotypien, vor allem Hermann Biows Aufnahmen vom Großen Brand 1842 – zum anderen die großformatigen Ansichten seit den 1880er Jahren, insbesondere von Georg Koppmann und Heinrich Strumper. Bislang fehlt der Blick auf die 1860er Jahre, in denen die fotografische Vedute mittels Carte-de-visite-, Kabinett- und Stereofotos in kurzer Zeit zum Massenartikel wurde.

Dr. Jan Zimmermann, Inhaber einer Bildagentur für historische Fotografie (vintage-germany.de) und Herausgeber von Bildbänden über Hamburg und Lübeck.

Teilnehmerzahl: 45 Personen.

 

Sonntag, 24. Januar 2021, 15 Uhr, Galionsfiguren-Saal im Altonaer Museum, Museumsstraße 23

Buchvorstellung: Oskar Schwindrazheim (1865-1952). Ein Künstler, Pädagoge und Kunstschriftsteller zwischen Tradition und Reform.

In Zusammenarbeit mit dem Museum für Hamburgische Geschichte

Sein Leben war bestimmt von der Liebe zur Bauernkunst, zur Heimat und zur Kunsterziehung: Oskar Schwindrazheim gab den Reformbewegungen um 1900 wichtige Impulse, nicht zuletzt durch mehr als 300 eigene Schriften. In Hamburg und Altona war er unter anderem als Experte für die Vierlande, als Professor der Handwerker- und Kunstgewerbeschule Altona sowie als unermüdlicher Zeichner und Referent allbekannt. Zudem engagierte er sich in zahlreichen Vereinen wie dem Dürerbund oder dem VHG.

Dr. Anna-Sophie Laug ist Kunsthistorikerin, forscht zu freier und angewandter Kunst des 19./20. Jahrhunderts und wurde an der Humboldt-Universität zu Berlin über Schwindrazheim promoviert.

Teilnehmerzahl: 30 Personen.

 

Hier können Sie das Programm herunterladen.

Diese Seite durchsuchen:

Ihr Kontakt zu uns

Verein für Hamburgische Geschichte

Melanie Pieper (Leitung der Geschäftsstelle)

Kattunbleiche 19
22041 Hamburg (Wandsbek)
Telefon: (040) 68 91 34 64
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Öffnungszeiten: Mo bis Mi 9.30-12.30 Uhr, Mo 13-18 Uhr

 

Bankverbindung

 

FB f Logo blue 29 1422897690 xing VHG Mitglied Button lang

Zeitschrift des VHG

cover zhg 2019 105 gross

Erfahren Sie mehr über
die wissenschaftliche Fachzeitschrift
des VHG und den aktuellen 105. Band.

 

Mehr erfahren

Aktuelles