Vortragsprogramm – Frühjahr 2020

Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich willkommen!

 

Bitte beachten Sie jeweils den Veranstaltungsort:

Das Altonaer Museum ist in der Museumsstraße 23

Das Museum für Hamburgische Geschichte ist im Holstenwall 24

Der Vortragsraum der Staatsbibliothek befindet sich im 1. Stock
des Gebäudes der Staats- und Universitätsbibliothek, Von-Melle-Park 3

Der Lorichssaal befindet sich im Erdgeschoss des Staatsarchivs Hamburg, Kattunbleiche 19

Der Westflügel des Hauptgebäudes der Universität Hamburg befindet in der Edmund-Siemers-Allee 1 (Raum 221)

Der Reimarus-Saal befindet sich im Gebäude der Patriotischen Gesellschaft von 1765, Trost-Brücke 4-6

Die Fabrique im Gängeviertel befindet sich im Valentinskamp 34a

 

 

Mittwoch, 4. März, 16.00 Uhr (!), Altonaer Museum, Museumsstraße 23

Laß leuchten! Peter Rühmkorf zum Neunzigsten. Ausstellungsbesuch

In Zusammenarbeit mit dem Altonaer Museum.

Bis zum 20. Juli 2020 zeigt das Altonaer Museum eine Ausstellung der Arno Schmidt Stiftung zum Leben und Werk des Dichters Peter Rühmkorf (1929-2008) im Kontext seiner Zeit, auf die er als engagierter Künstler vielfach eingewirkt hat.

Dr. Vanessa Hirsch, die stellvertretende Direktorin des Altonaer Museums, wird in ihrer Führung insbesondere zeigen, wie Lyrik ausgestellt werden kann und wie eine so gestaltungsstarke und multimediale Präsentation realisiert wurde.

Um Voranmeldung in der VHG-Geschäftsstelle bis zum 25. Februar wird gebeten.

 

- Fällt aus! -

Mittwoch, 18. März, 18 Uhr, Museum für Hamburgischen Geschichte, Holstenwall 24

Tattoo-Legenden. Christian Warlich auf St. Pauli. Ausstellungsbesuch

In Zusammenarbeit mit dem Museum für Hamburgische Geschichte

Der Hamburger Tätowierer Warlich (1891-1964) ist als „König“ seines Metiers international bekannt geworden. Das MHG besitzt das größte Konvolut seines Nachlasses. Die Ausstellung zeigt über 300 seiner Tattoo-Designs, einen Nachbau seines Ateliers und Objekte zur Geschichte des Tätowierens seit dem 19. Jahrhundert. Warlich hat nicht nur die Tattoo-Kunst, sondern auch deren Vermarktung auf eine neue, professionellere Ebene gehoben.
Durch die Ausstellung führt der Kurator Dr. Ole Wittmann, der seit 2015 den Warlich-Nachlass erforscht.

Um Voranmeldung in der VHG-Geschäftsstelle bis zum 10. März wird gebeten.

 

- Fällt aus! -

Mittwoch, 25. März, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek, Von-Melle-Park 3

Prof. Dr. Reiner Lehberger: Die Schmidts – zum Mythos eines Jahrhundertpaars.
Vortrag

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Zu den 100. Geburtstagen von Loki und Helmut Schmidt hat Reiner Lehberger in einer Paarbiografie die gemeinsamen Wege verfolgt und ihren Mythos kritisch hinterfragt. Zu einigen Lebensstationen (Bildungswege in einer Weimarer Reformschule, Distanz und „Sich-Einlassen“ in den NSJahren, Aufbruch und Engagement für das demokratische Gemeinwesen nach 1945), aber auch über die Brüche wird berichtet. Die Besonderheit einer Paarbiografie wird zudem Thema sein. Fotos aus dem Privatarchiv des Ehepaars werden gezeigt.
Reiner Lehberger ist Professor für Erziehungswissenschaft i. R. der Universität Hamburg und freier Autor. Bis 2017 war er Vorsitzender des Landesschulbeirats. Seit 2000 ist er als pädagogischer Leiter in Projekten der ZEIT-Stiftung tätig.

 

- Wird verschoben! -

180. Ordentliche Mitgliederversammlung

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung erstattet der Erste Vorsitzende Prof. Dr. Rainer Nicolaysen den Jahresbericht 2019/20. Im Anschluss gibt es wieder die Gelegenheit zum weiteren Austausch bei Brezeln und Wein.

Leider muss die Mitgliederversammlung aufgrund der aktuellen Lage (Ausbreitung des Coronavirus) verschoben werden. Über den neuen Termin, der wahrscheinlich noch vor der Sommerpause angesetzt werden soll, werden Sie durch die Einladung des Vorsitzenden und auf der Webseite informiert.

 

- Fällt aus! -

Mittwoch, 22. April, 18 Uhr, Westflügel (Raum 221), Edmund-Siemers-Allee 1

Prof. Dr. Iris Wenderholm/Dr. Christina Posselt-Kuhli mit Studierenden:
Ein Schlüssel, viele Portraits und gestürzte Denkmäler. 100 Objekte
erzählen die Geschichte der Universität Hamburg. Vortrag

In Zusammenarbeit mit dem Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg

Die Beschäftigung mit den Kunstwerken der Universität hat viele Horizonte eröffnet, Verborgenes zutage gefördert und Bekanntes näher betrachtet. Aus Archiven entlocktes Wissen ebenso wie Anekdoten und die Analyse der Objekte selbst geben ein lebendiges Bild der Universitätsgeschichte, des Wandels hochschulpolitischer Tendenzen und universitärer Repräsentation sowie der Fachgeschichte. Die engagierte Mitarbeit von Studierenden hat den Katalog „Kunstschätze und Wissensdinge“ maßgebend geprägt. Ihre Recherchen stehen deshalb im Mittelpunkt.
In das Projekt werden die Herausgeberinnen Iris Wenderholm, Professorin am Kunstgeschichtlichen Seminar, und Christina Posselt-Kuhli, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, einführen. Die Studierenden Nereida Baum, Robin Augenstein und Jacob Hahn wirken bei der Vorstellung des Bandes mit.

 

- Fällt aus! -

Mittwoch, 29. April, 18.30 Uhr (!), Reimarus-Saal, Trostbrücke 4-6

Prof. Dr. Jürgen Overhoff: Johann Bernhard Basedow (1724-1790).
Buchvorstellung mit Vortrag

In Zusammenarbeit mit der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Der Hamburger Bildungsreformer Basedow wurde bereits zu Lebzeiten als wegweisender Aufklärer gerühmt. Unerschrocken trat er für religiöse Toleranz und universale Menschenliebe ein. Sein Ziel war eine Lehranstalt, in der Kinder aller Religionsgemeinschaften und Nationen gleichberechtigt lernten. Nach ersten Unterrichtsexperimenten in Altona verwirklichte er seinen Lebenstraum mit dem Dessauer Philanthropin. Durch seine pädagogischen Innovationen wurde er zum Vordenker der freiheitlichen Moderne.
Jürgen Overhoff ist Professor für Historische Bildungsforschung an der Universität Münster. Seit 2018 amtiert er als Präsident der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts.

 

- Fällt aus! -

Fridjof Gutendorf: „Von einem ziemlich unnützen, durch Heirat reich
gewordenen Gelehrten.“ Adolph Theobald (1836-1882), VHG-Sekretär,
Mäzen, Vereinsstifter, Querulant, Bankrotteur. Vortrag

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Theobald verfügte durch Heirat über ein großes Vermögen und widmete sich seinen akademischen Vorlieben. In der Gründerzeit trat er als Förderer wissenschaftlicher Vereine in Hamburg hervor. Er konnte jahrelang eine Fassade
gegenüber der Öffentlichkeit aufrechterhalten. Aber was verbarg dieser Vertreter des Bildungsbürgertums? Der Vortrag berichtet über seine respektablen Leistungen und über die menschlichen Schicksale im Abwärtsstrudel der
Gründerkrise.
Fridjof Gutendorf leitete die Hanseatische Sparkassenakademie und befasst sich im Ruhestand mit der Geschichte der wissenschaftlichen Vereine Hamburgs.

 

- Fällt aus! -

Dr. David Templin: Einwanderungsviertel in Hamburg im 20. Jahrhundert.
Vortrag

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Der Wandel städtischer Räume ist aufs Engste mit Zuzug und Migration verbunden. Dabei bildeten sich immer wieder Räume heraus, die im öffentlichen Diskurs besonders mit Migration in Verbindung gebracht wurden – etwa wenn Straßenzüge im frühen 20. Jahrhundert als „Klein Warschau“ oder „Chinesenviertel“ galten, oder wenn in den 1970er Jahren vor „Ausländerghettos“ gewarnt wurde. Im Vortrag soll sowohl die Wahrnehmung solcher städtischer Räume untersucht, als auch der Frage nachgegangen werden, welche Funktionen diese Quartiere für die Migrant*innen selbst erfüllten.
David Templin ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück.

 

- Fällt aus! -

Prof. Dr. Gabriele Betancourt Nuñez: Vier Fotografinnen im Hamburg
der 1920er Jahre. Vortrag

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Vier Fotografinnen werden vorgestellt: Minya Diez-Dührkoop (1873-1929) und Lotte Genzsch (1907-2003) als produktive Berufsfotografinnen mit Atelier, Natascha A. Brunswick (1909-2003) als kreative Autodidaktin und Hildi Schmidt Heins (1915-2011) als freischaffende Künstlerin. Prägend für Diez-Dührkoop war die Kunstfotografie um 1900 im Studio. Verbindend für die anderen ist eine neue Sicht auf die radikal veränderte soziale Wirklichkeit nach dem Ersten Weltkrieg, der gestaltende Blick auf Alltagssituationen und -dinge, deren ästhetische Qualitäten entdeckt wurden. Die ab 1925 in Serie produzierte Leica mit einem lichtstarken Objektiv ermöglichte
ihnen Momentaufnahmen von hoher Qualität.
Gabriele Betancourt Nuñez, Publikationen, Ausstellungen und Lehraufträge zur Fotografie im 19./20. Jahrhundert, 1988 bis 2011 Leiterin der MKG-Sammlung Fotografie, seit 2009 Honorarprofessorin an der Universität Hamburg.

 

- Fällt aus! -

Florian Lüdemann: „Mehr Demokratie wagen“ – ein alternatives Wohnungsbauprojekt im Steilshoop der 1970er Jahre. Hör-Abend

In Zusammenarbeit mit der Fabrique im Gängeviertel und der Körber-Stiftung Hamburg

Mit dieser Veranstaltung testet der VHG erstmals das Podcast-Format. Im Hör-Stück geht es um die Planung und Verwirklichung eines alternativen Wohnbauprojektes in Steilshoop. Der Autor/Produzent zeichnet anhand eigener Recherchen und Zeitzeugenbefragungen nach, wie die erdachte Utopie im Zeitverlauf mit den Herausforderungen der Realität konfrontiert wurde, und ordnet das Thema in die gesellschaftspolitischen Entwicklungen
der Zeit ein.
Florian Lüdemann besucht zzt. die 11. Klasse des Albert-Schweitzer-Gymnasiums und hat mit seinem Hör-Stück 2019 beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten einen 3. Preis auf Bundesebene gewonnen.

Hier können Sie das Programm herunterladen.

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Verein für Hamburgische Geschichte

Melanie Pieper (Leitung der Geschäftsstelle)

Kattunbleiche 19
22041 Hamburg (Wandsbek)
Telefon: (040) 68 91 34 64
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Öffnungszeiten: Mo bis Mi 9.30-12.30 Uhr, Mo 13-18 Uhr

 

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