Vortragsprogramm – Herbst 2017

Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich willkommen!

 

Bitte beachten Sie jeweils den Veranstaltungsort:

Der Vortragsraum der Staatsbibliothek befindet sich im 1. Stock
des Gebäudes der Staats- und Universitätsbibliothek, Von-Melle-Park 3

Das Jenisch Haus befindet sich in der Baron-Voght-Straße 50, 22609 Hamburg

Das Museum für Hamburgische Geschichte befindet sich im Holstenwall 24, 20355 Hamburg

Der Lorichs-Saal befindet sich im Staatsarchiv Hamburg, Kattunbleiche 19, 22041 Hamburg

 

Mittwoch, 20. September, 16 Uhr, Jenisch Haus

Ernst Eitner. Monet des Nordens. Ausstellungsbesuch

In Zusammenarbeit mit dem Altonaer Museum, Außenstelle Jenisch Haus

Der Maler Ernst Eitner (1867-1955) zählte zu den Gründungsmitgliedern des Hamburgischen Künstlerclubs von 1897 und gilt bis heute als experimentierfreudigstes Mitglied der Vereinigung. Zunächst vom Publikum seiner Zeit missachtet, wurde er später als „Monet des Nordens“ gerühmt. Die Schau beleuchtet Eitners Persönlichkeit mit Arbeiten aus Familien- und Privatbesitz. Ergänzt werden sie durch Werke aus museumseigenen Beständen, persönlichen Gegenständen aus Haus und Atelier. Dank Eitners Erinnerungen erhält der Besucher zudem einen lebendigen Eindruck des Privatlebens, aber auch des Hamburger Kulturgeschehens an der Wende zum 20. Jahrhundert.

Durch die Ausstellung führt die Kunsthistorikerin Dr. Nicole Tiedemann-Bischop vom Altonaer Museum, die das Jenisch Haus seit 2007 leitet.

 

Mittwoch, 27. September, 18 Uhr, Museum für Hamburgische Geschichte

Alt-Hamburg – Ecke Neustadt. Ansichten einer Stadt um 1900. Kuratorenführung

In Zusammenarbeit mit dem Museum für Hamburgische Geschichte

Das Museum rückt einen speziellen Teil seiner Sammlung in den Fokus. Es geht um Zeichnungen, Aquarelle, Pastelle und Drucke, die eine Vorstellung von Hamburg zwischen 1850 und 1913 vermitteln. Damals änderte sich das Aussehen der Stadt grundlegend. Bisher von den Wallanlagen, engen Gassen und Fachwerkhäusern geprägt, entwickelte sich eine Stadt, die mit großen Straßen und Geschäftshäusern und einer modernen Infrastruktur stetig anwuchs. Viele Künstler waren damals vom Wandel fasziniert und hielten ihn in Darstellungen fest. Diese künstlerisch-historischen Stadtansichten sind in der Ausstellung zu neun Spaziergängen geordnet, die einen Eindruck Hamburgs um 1900 bieten. Der historischen Perspektive wird der heutige, fotografische Blick gegenübergestellt. 

 

Mittwoch, 11. Oktober, 18 Uhr, Vortragssaal der Staatsbibliothek

Martina G. Herrmann: Erlebte Inklusion im 19. Jahrhundert. Erfahrungen aus dem privaten Briefwechsel der jüdischen Familie Isler in Hamburg.

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Rund 4000 Briefe der Familie Isler berichten vom ganz alltäglichen Leben – was man so schreibt, wenn ein Familienmitglied nicht zu Hause ist. Sie erzählen nicht nur vom bildungsbürgerlichen Alltag und von Fortschritten in der Frauenfrage. Islers waren Juden. Und so teilen die Briefe in vielen Details mit, wie der Prozess der Inklusion in der Sicht der Betroffenen aussah, sehr anders nämlich als aus der Sicht der Mehrheitsgesellschaft damals und heute. Der Briefwechsel reicht von 1827 bis 1888 und umfasst drei Generationen. Inklusion, so erfahren wir, ist auch mit gutem Willen nicht im Handumdrehen zu erreichen. Der Vortrag wird diesen Prozess anhand der Briefe und ihrer Verarbeitung in dem Buch „Sophie Isler verlobt sich“ nachzeichnen.

Die pensionierte Oberstudienrätin Martina G. Herrmann betätigt sich als Autorin und engagiert sich in der Freiburger Frauenpolitik.

 

Mittwoch, 8. November, 18 Uhr, Lorichs-Saal des Staatsarchivs

„Gott und die Welt – Glaube und Religion in der Geschichte“. Schülerinnen und Schüler erforschen Geschichte vor Ort

In Zusammenarbeit mit der Körber-Stiftung und dem Staatsarchiv Hamburg

361 Hamburger Schülerinnen und Schüler sind beim diesjährigen Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten der Frage nachgegangen, welche Spuren Glaube und Religion in der Hamburger Geschichte hinterlassen haben. Von der Rolle evangelischer Pastoren oder der Verfolgung der Zeugen Jehovas im „Dritten Reich“, der Geschichte von Scientology über den Wandel der Konfirmation bis hin zu Fußball als Ersatzreligion am Beispiel Uwe Seelers reichte das Themenspektrum. Einige Preisträger geben in der Veranstaltung Einblick in ihre Forschungsergebnisse.

Durch die Veranstaltung führt Dr. Joachim Wendt, Mitglied der Regionaljury Hamburg.

 

Mittwoch, 15. November, 18 Uhr, Vortragssaal der Staatsbibliothek

Dr. Jutta Braden: Hamburg als Zentrum jüdisch-christlicher Konversionen in der Frühen Neuzeit (1667-1760)

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Bestimmend für jüdisch-christliche Konversionen im frühneuzeitlichen Hamburg war das orthodoxe Luthertum, das die jüdische Religion für Gotteslästerung und die Bekehrung der Juden zum Christentum für erstrebenswert hielt. In Hamburg manifestierte sich diese Idee in einer vom Orientalisten Esdras Edzardi (1629-1708) im Jahr 1667 zur Beförderung der Judenbekehrung gegründeten Stiftung. Der Vortrag berichtet über die Stiftung und die Hamburger, die sie unterstützten. Ebenso geht es um die in der Folge wachsende Zahl an Konvertiten, die als Grenzgänger zwischen zwei Religionen ein eigenes Segment der Bevölkerung im Randbereich zwischen Judentum und Christentum bildeten.

Die Historikerin Jutta Braden forscht zur deutsch-jüdischen Geschichte in der Frühen Neuzeit, mit einem Schwerpunkt auf jüdisch-christlichen Konversionen im Hamburg des 17. bis 19. Jahrhunderts.

 

Mittwoch, 29. November, 18 Uhr, Vortragssaal der Staatsbibliothek

Die neue ZHG ist da! Präsentation der druckfrischen Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 103 (2017)

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Nach gelungener Erprobung des Formats im vergangenen Jahr stellt der Verein für Hamburgische Geschichte auch in diesem Herbst den neuen Band seiner Zeitschrift in einer öffentlichen Veranstaltung vor. Die fünf Aufsätze des neuen Bandes werden dabei in kurzen Statements von ersten Lesern (nicht von den Autoren selbst) vorgestellt, und das Redaktionsteam wird Rede und Antwort stehen (Dirk Brietzke und Rainer Nicolaysen für den Aufsatzteil; Angela Graf und Franklin Kopitzsch für den Rezensionsteil). Wir freuen uns auf Ihren Besuch und darauf, mit Ihnen auf den neuen Band – sei es mit Wasser oder Wein – anzustoßen.

 

Mittwoch, 13. Dezember, 18 Uhr, Vortragssaal der Staatsbibliothek

Prof. Dr. Johann Anselm Steiger: Gedächtnisorte der Reformation. Sakrale Kunst in Hamburg. Vortrag

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Die von Wittenberg ausgehende Reformation war eine Medienrevolution. Von Anfang an fand sie ihren Niederschlag nicht nur im Buchdruck, sondern auch in zahlreichen Bildmedien, in Gemälden, Flugblättern, Buchausstattungen usw. Die kulturellen Wirkungen der Reformationsbewegung sind bis heute (auch) in den Bildausstattungen von Kirchen und Profangebäuden präsent. Der Vortrag stellt ausgewählte Gedächtnisorte der Reformation in Hamburg und Norddeutschland vor. Es sind frühneuzeitliche Kunstwerke, in denen sich zentrale Aspekte reformatorischer Theologie, Bibelauslegung, Spiritualität und Ikonografie manifestieren.

Johann Anselm Steiger ist an der Universität Hamburg Professor für Kirchen- und Dogmengeschichte sowie Sprecher des DFG-Graduiertenkollegs „Interkonfessionalität in der Frühen Neuzeit“.

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Melanie Pieper (Leitung der Geschäftsstelle)

Kattunbleiche 19
22041 Hamburg (Wandsbek)
Telefon / Fax: (040) 68 91 34 64
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