Vorträge des Vereins für Hamburgische Geschichte

Vortragsprogramm – Frühjahr 2018

Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich willkommen!

 

Bitte beachten Sie jeweils den Veranstaltungsort:

Der Vortragsraum der Staatsbibliothek befindet sich im 1. Stock
des Gebäudes der Staats- und Universitätsbibliothek, Von-Melle-Park 3

Der Lorichssaal befindet sich im Erdgeschoss des Staatsarchivs Hamburg, Kattunbleiche 19

Das Altonaer Museum ist in der Museumsstraße 23

 

Mittwoch, 31. Januar, 16 Uhr (!), Altonaer Museum

Melbye. Maler des Meeres. Ausstellungsbesuch

In Zusammenarbeit mit dem Altonaer Museum

Zu Lebzeiten war der dänische Maler Anton Melbye (1818–1875) eine Berühmtheit. Dank seinen Seestücken: emotional aufgeladene "Meereslandschaften" zwischen Naturalismus und Symbolismus. Lichterfüllte Kohlezeichnungen zeigen ihn sogar als Landschaftsmaler. Seine Karriere führte quer durch Europa, geprägt von den wechselvollen deutsch-dänischen Beziehungen. Zum 200. Geburtstag widmet ihm das Museum die erste museale Einzelausstellung.

Es führt Dr. Vanessa Hirsch, stellvertretende Direktorin des Hauses, die die Ausstellung mit konzipierte.

 

Mittwoch, 7. Februar, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

Dr. Anke Rees: „[…] gewiss ein gewagtes Unternehmen“ – die Schiller-Oper in Hamburg. Zur Geschichte eines europaweit einmaligen Gebäudes. Vortrag

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Einzigartig in Europa ist ein solcher Bau aus dem Fin de Siècle in kompletter Stahlskelettbauweise: Die Schiller-Oper. Sie wurde 1891 für den "Circus Busch" errichtet und bis 1939 zudem als Theater und Oper genutzt. Danach nahm sie Kriegsgefangene, "Gastarbeiter" und Asylsuchende auf. Die Schiller-Oper und die Diskurse um sie spiegeln die Geschichte Hamburgs und Deutschlands. Seit 2012 steht sie unter Denkmalschutz.

Anke Rees, Historikerin und Kulturanthropologin, arbeitet freiberuflich, ist Fachredakteurin und Lehrbeauftragte der TU Hamburg.


Mittwoch, 28. Februar, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

Sylvia Steckmest: Salomon Heine – großzügiger Gastgeber, erfolgreicher Geschäftsmann und geliebter Onkel. Vortrag

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Als Mäzen und Gründer des Israelitischen Krankenhauses ist Heine in die Stadtgeschichte eingegangen. Weniger bekannt sind seine Sonntagseinladungen in Ottensen und später am Jungfernstieg. Heine war ein reicher Mann, aber welche Art Geschäfte machte er? Die Beziehung zu seinem Neffen Heinrich war schwierig, doch das Verhältnis zu dessen Bruder Maximilian war ein fast ungetrübtes. Diese drei Themen behandelt der Vortrag.

Sylvia Steckmest forscht und publiziert schon länger zu jüdischen Familien der Heine-Zeit in Hamburg.

Mittwoch, 21. März, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss: Nach der Hammaburg – Die Neue Burg und die Gründung der Hamburger Neustadt im Spiegel aktueller archäologischer Forschungen. Vortrag

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Lange war unklar, wann die Hammaburg aufgegeben wurde, und nahm man an, ihr sei die Alsterburg nachgefolgt. Ausgrabungen am Hopfenmarkt führten nun zu neuen Erkenntnissen. Sie geben Hinweise auf das Ende der Hammaburg, zeichnen die Baugeschichte der Neuen Burg und die Gründungsphase der Neustadt nach. Wo historische Quellen erschöpft scheinen, kann die Archäologie Licht ins Dunkel von Hamburgs Frühgeschichte bringen.

Rainer-Maria Weiss ist seit 2003 Direktor des Archäologischen Museums Hamburg und Landesarchäologe Hamburgs.

 

Mittwoch, 11. April, 18 Uhr, Lorichs-Saal des Staatsarchivs

178. Ordentliche Mitgliederversammlung (nur für Mitglieder)


Auf der Mitgliederversammlung beschäftigen wir uns mit den Planungen für das Deutsche Hafenmuseum. Börries von Notz, Alleinvorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg, und Ursula Richenberger, Leiterin des Hafenmuseums Hamburg, stellen den aktuellen Stand des Projekts vor. Zudem erstattet der Erste Vorsitzende, Prof. Dr. Rainer Nicolaysen, den Jahresbericht 2017/18. Im Anschluss gibt es Gelegenheit zum weiteren Austausch bei Brezeln und Wein.

 

Mittwoch, 18. April, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

Dr. Ralf Wiechmann: Kein Bier ohne Alster. Hamburg – Brauhaus der Hanse. Vortrag

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

In Hamburg wurde bis zum 16. Jahrhundert in großem Umfang qualitätsvolles Bier gebraut und exportiert – auch ohne Reinheitsgebot! Hamburg galt als "Brauhaus der Hanse". Was bedeutete das für Stadt und Bewohner? Warum galt Bier als "flüssiges Brot des Alltags"? Nach Rückgang im 16./17. Jahrhundert erlebte das Brauen erst infolge neuer Methoden ab 1860 wieder einen Aufschwung. Heute sind "Craftbiere" in aller Munde.

Ralf Wiechmann ist stellvertretender Direktor des Museums für Hamburgische Geschichte und dort für die Fachbereiche Mittelalter und Numismatik zuständig.

 

Mittwoch, 25. April, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

Rolf Triebel: Die deutsch-jüdische Arztfamilie Grüneberg und das Altonaer Kinderkrankenhaus. 1861–2003. Buchvorstellung

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Band 24 der "Hamburgischen Lebensbilder" erinnert an zwei Generationen dieser einst hochgeachteten Arztfamilie: Ihrem sozialen und beruflichen Aufstieg folgten in der NS-Zeit Verdrängung und Emigration, Vermögensverlust, Ringen um Entschädigung nach dem Krieg. In intensiver Recherche hat Rolf Triebel ihren Weg nachgezeichnet. Im Gespräch mit der Herausgeberin Dr. Sigrid Schambach stellt er seine Ergebnisse vor.

Rolf Triebel war Anästhesist am Altonaer Kinderkrankenhaus und forscht seit 2009 zu den Grünebergs.

 

Mittwoch, 16. Mai, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

Dr. Detlef Garbe: Eine Stadt und ihr KZ. Die Rolle Hamburgs in der Geschichte und Nachgeschichte des Konzentrationslagers Neuengamme. Vortrag

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek

Es war eine enge Beziehung: von der Gründung über die Arbeitseinsätze und die innerstädtischen Außenlager bis hin zur Verbringung der letzten Häftlinge auf Schiffe nahm Hamburg unter Gauleiter Kaufmann starken Einfluss auf die KZ-Entwicklung. Nach 1945 lag das Lager "weit vor den Toren". Dem Vergessen leistete auch die Nachnutzung als Gefängnis Vorschub. Viele KZ-Überlebendeempfanden die Senatspolitik als "erneute Demütigung". Erst in den 1980er Jahren gab es ein Umdenken, das zur Ausgestaltungder Gedenkstätte als internationaler Lernort führte.

Detlef Garbe, Direktor der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, ist Mitglied von Fachbeiräten und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der KZ-Gedenkstätten in Deutschland.

 

Mittwoch, 23. Mai, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

Prof. Dr. Hans-Jürgen Schulke: Hamburg als Wiege des Vereinssports. Vortrag

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Sport ist ein Phänomen moderner Gesellschaften und 90.000 Sportvereine mit 27 Millionen Mitgliedern sind hierzulande die größte Bürgerbewegung. Sie gehören zur DNA der deutschen Demokratie. Nirgendwo sind die Wurzeln so eindrucksvoll freizulegen wie in Hamburg: Die Freiheit zur standesunabhängigen Assoziation, das volkstümliche Turnen und der internationale Wettkampfsport. Der Vortrag rekonstruiert dies am Beispiel der HT 16, des ältesten Turn- und Sportvereins der Welt.

Hans-Jürgen Schulke war Hochschullehrer in Bremen und Hamburg, Generalsekretär des Deutschen Turnfestes und Hamburger Sportamtsdirektor.

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