Vortragsprogramm – Herbst 2016

Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich willkommen!

 

Bitte beachten Sie jeweils den Veranstaltungsort:

Der Vortragsraum der Staatsbibliothek befindet sich im 1. Stock
des Gebäudes der Staats- und Universitätsbibliothek, Von-Melle-Park 3

Der Lorichssaal befindet sich im Erdgeschoss des Staatsarchivs Hamburg, Kattunbleiche 19

Der Galionsfigurensaal befindet sich im Altonaer Museum, Museumsstraße 23 

 

Mittwoch, 21. September, 19 Uhr, Galionsfigurensaal des Altonaer Museums

In Zusammenarbeit mit dem Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine, der Arbeitsgruppe Landesgeschichte des Verbandes der Historikerinnen und Historiker und dem Altonaer Museum

Prof. Dr. Franklin Kopitzsch: Freistatt des Glaubens und der Gewerbe. Altona – "eine der merkwürdigsten und interessantesten Städte der Welt"

"Glaubensfragen" sind das Thema des 51. Deutschen Historikertages vom 20. bis 23. September 2016 in Hamburg. Der Verein für Hamburgische Geschichte ist Mitveranstalter des "Abends der Landesgeschichte", der in diesem Rahmen im Altonaer Museum stattfindet. Der Vortrag zeigt am Beispiel Altonas, wie "Glaubensfragen", ökonomisches und politisches Kalkül, humanitäre Motive und konfessionelle Solidarität, Aufklärung und Toleranz die Entwicklung von Hamburgs Konkurrenz- und Nachbarstadt beeinflussten und sie zu einer Freistatt des Glaubens und der Gewerbe werden ließen.

Prof. Dr. Franklin Kopitzsch ist emeritierter Professor am Fachbereich Geschichte der Universität Hamburg und leitet die Arbeitsstelle für Hamburgische Geschichte.

 

Mittwoch, 5. Oktober, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Wilfried Weinke: "Ich werde vielleicht später einmal Einfluß zu gewinnen suchen …" – Der Schriftsteller und Journalist Heinz Liepmann (1905-1966)

Heinz Liepman, der bis 1933 in Hamburg lebte, ist heute ein fast vergessener Autor, obwohl er sich schon vor 1933 durch zahlreiche Erzählungen, Zeitungsartikel sowie drei Romane auch international einen Namen gemacht hatte. Als Jude und Sozialist verfolgt, floh er noch 1933 zuerst nach Frankreich, emigrierte nach England, später in die USA. Von dort kehrte er 1947 nach Deutschland zurück. In Hamburg arbeitete er zunächst als Journalist und baute hier kontinuierlich eine Literaturagentur auf, die er 1949 gemeinsam mit seiner Frau Ruth gründete. 1961 verließen beide Deutschland und zogen nach Zürich; er nannte es seine "zweite Emigration". Bis zu seinem Tod schrieb er als Schweizer Kulturkorrespondent für die Hamburger Tageszeitung "Die Welt". 

Wilfried Weinke, Historiker und Publizist, veröffentlicht zur deutsch-jüdischen Geschichte Hamburgs wie zur Exilliteratur und ist Kurator eigener zeitgeschichtlicher Ausstellungen.

 

Mittwoch, 26. Oktober, 18 Uhr, Vortragssaal der Staatsbibliothek

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Dr. Claus Gossler: "Nur" Heinrich Heines Papierverkäufer? Der jüdische Wohltäter Eduard Michaelis (1771-1847)

Nach einer unbekannten, aber ausgezeichneten Ausbildung begann Eduard Michaelis seinen beruflichen Werdegang als Erzieher der Kinder eines preußischen Hofjuden, um anschließend – 1804 – in Hamburg einen kleinen Papierladen zu eröffnen. In der Franzosenzeit engagierte er sich für aus Hamburg vertriebene jüdische und christliche Waisenkinder in Altona. In der anschließenden Friedenszeit initiierte er die Gründung der Israelischen Freischule für arme jüdische Kinder und schob das Israelische Vorschuss-Institut an, das Kleinkredite verlieh. Beide Einrichtungen begleitete der mit Heine befreundete Papierhändler sein Leben lang.

Dr. Claus Gossler studierte Betriebwirtschaft in Mexiko und den USA, verbrachte sein Berufsleben als angestellter Kaufmann viel im Ausland, studierte anschließend Geschichte in Hamburg und wurde hier auch promoviert.

 

Mittwoch, 16. November, ab 16 Uhr, Lorichssaal im Staatsarchiv

Bücherflohmarkt und Buchauktion des Bibliotheksausschusses

In diesem Jahr lädt der Bibliotheksausschuss unter Leitung von Margret Hamann wieder zum bewährten Bücherflohmarkt (ab 16 Uhr) und zur Buchauktion (im Anschluss ab 17 Uhr) ein – wie immer im Lorichssaal des Staatsarchivs. Der Bibliotheksausschuss freut sich auf eine rege Beteiligung. Der Erlös kommt der Vereinsbibliothek zugute. Die Mitglieder werden gebeten, von der Auktion nur für private, nicht für kommerzielle Zwecke Gebrauch zu machen.

 

Mittwoch, 23. November, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Die neue ZHG ist da! Präsentation der druckfrischen Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 102 (2016)

Zum ersten Mal stellt der Verein für Hamburgische Geschichte den neuen Band seiner Zeitschrift in einer öffentlichen Veranstaltung vor – und dies noch bevor die ZHG an alle Mitglieder verschickt wird. Zum Einstand gibt Anton F. Guhl einen knappen Überblick über die Geschichte der seit 1841 erscheinenden Zeitschrift; anschließend werden die Aufsätze des neuen Bandes in fünf-minütigen Statements von ersten Lesern (nicht von den Autoren selbst) vorgestellt, und das Redaktionsteam wird Rede und Antwort stehen (Dirk Brietzke und Rainer Nicolaysen für den Aufsatzteil. Angela Graf und Franklin Kopitzsch für den Rezensionsteil). Wir freuen uns auf Ihren Besuch und darauf, mit Ihnen auf den neuen Band – sei es mit Wasser oder Wein – anzustoßen.

 

Mittwoch, 7. Dezember, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Prof. Dr. Markus Friedrich: Geduldet, verhasst, erfolgreich – Jesuiten im frühneuzeitlichen Hamburg

Der Vortrag wird die Rolle und Tätigkeiten der Jesuiten im frühneuzeitlichen Hamburg (und Altona) näher beleuchten. Er wird Ankunft, Selbstverständnis und Handlungsspielräume der Ordensmänner im streng lutherischen Kontext Norddeutschlands erörtern und dabei stärker als in den meisten bisherigen Arbeiten die Eigenperspektive der katholischen Akteure zum Ausgangspunkt nehmen. Welche Tätigkeitsfelder sahen die Mitglieder der Societas Iesu in der Hansestadt, wie schätzten sie ihr eigenes Handeln ein, welche Strategien des Überlebens verfolgten sie in einem weitgehend feindlichen Umfeld? Neben den neu herausgegebenen Jahresberichten der Ordensmänner selbst sollen dabei insbesondere auch die literarischen Auseinandersetzungen mit den lutherischen Geistlichen Hamburgs im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen.

Prof. Dr. Markus Friedrich studierte Neuere und Mittelalterliche Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und wurde dort auch promoviert. Er lehrt seit 2013 als Professor für Europäische Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Hamburg.

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Ihr Kontakt zu uns

Verein für Hamburgische Geschichte

Anton F. Guhl (Leiter der Geschäftsstelle)

Kattunbleiche 19
22041 Hamburg (Wandsbek)
Telefon / Fax: (040) 68 91 34 64
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Öffnungszeiten: Mo bis Mi 9.30-12.30 Uhr, Mo 13-18 Uhr

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