Vortragsprogramm – Frühjahr 2017

Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich willkommen!

 

Bitte beachten Sie jeweils den Veranstaltungsort:

Der Vortragsraum der Staatsbibliothek befindet sich im 1. Stock
des Gebäudes der Staats- und Universitätsbibliothek, Von-Melle-Park 3

Der Lorichssaal befindet sich im Erdgeschoss des Staatsarchivs Hamburg, Kattunbleiche 19

Das Museum für Hamburgische Geschichte befindet sich am Holstenwall 24

Das Altonaer Museum ist in der Museumsstraße 23

Die Grundbuchhalle befindet sich im Ziviljustizgebäude am Sievekingplatz 1

 

Mittwoch, 8. Februar, 18 Uhr, Museum für Hamburgische Geschichte (Holstenwall 24)

in Zusammenarbeit mit dem Museum für Hamburgische Geschichte

Kein Bier ohne Alster. Hamburg – Brauhaus der Hanse (Führung) 

Das Brauen von Bier und die Entwicklung der Stadt Hamburg sind untrennbar miteinander verbunden. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts wurden in Hamburg nahezu 450 Brauhäuser gezählt, im Jahr 1540 waren es bereits 527. Galt Lübeck als das "Kaufhaus" der Hanse und Köln als ihr "Weinhaus", so sprach man bald von Hamburg als dem "Brauhaus" der Hanse. Mit deren Auflösung verloren auch die hiesigen Bierbrauer einen Teil ihres Marktes. Parallel dazu kam es im 17. Jahrhundert zu einem völligen Wandel der Trinkgewohnheiten. Im 19. Jahrhundert erlebte die Bierproduktion dann erneut einen enormen Aufschwung.

Es führen Prof. Dr. Hans-Jörg Czech (Direktor des Museums) und Dr. Ralf Wiechmann (Kurator der Ausstellung).

 

Mittwoch, 1. März, 18 Uhr, Altonaer Museum (Museumstr. 23)

In Zusammenarbeit mit dem Altonaer Museum

Cäsar Pinnau. Zum Werk eines umstrittenen Architekten (Führung) 

Der Hamburger Architekt Cäsar Pinnau (1906-1988) war international tätig und stilistisch äußerst vielseitig. In der NS-Zeit war Pinnau an der Innengestaltung der Neuen Reichskanzlei und an den städtebaulichen Planungen zur Berliner Nord-Süd-Achse beteiligt. In der Nachkriegszeit gestaltete er Luxusjachten für Aristoteles Onassis sowie Wohn- und Geschäftsbauten für bedeutende Akteure der deutschen "Wirtschaftswunderzeit". Insbesondere in Hamburg haben sich viele Beispiele von Pinnaus Schaffen erhalten. Pinnaus Werk wird in der Ausstellung erstmals im Kontext seiner Zeit aufgearbeitet und einer kritischen Analyse unterzogen.

Es führen Dr. Vanessa Hirsch (Stellvertretende Direktorin des Museums) und Dr. Kerstin Petermann (Kuratorin der Ausstellung).

 

Mittwoch, 22. März, 18 Uhr, Vortragssaal der Staatsbibliothek

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Prof. Dr. Jörg Berkemann/ Prof. Dr. Ina Lorenz: Die Hamburger Juden im NS-Staat zwischen 1933 und 1938/39. Historische Forschung – ihre Zielsetzung und Umsetzung (Vortrag)

Juden unterlagen nach der nationalsozialistischen "Machtergreifung“ der offiziellen rassistischen Staatsdoktrin. Die rassenpolitischen Ziele wurden schrittweise immer radikaler durchgesetzt, um zunächst sektoral, dann nahezu vollständig alle gesellschaftlichen Lebensbereiche auch der Hamburger Juden zu erfassen. Dagegen steht die innerjüdische Solidarität der Diskriminierten und Verfolgten untereinander. Die Historikerin Ina Lorenz und der Jurist Jörg Berkemann zeigen auf der Grundlage einer 20-jährigen Forschungsarbeit, wie jüdisches Leben in Hamburg trotz massiver Repressionen über einen Zeitraum von nur fünf Jahren noch möglich war.

Ina Lorenz war Mitarbeiterin und stellvertretende Direktorin am Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg. Jörg Berkemann war als Richter am Bundesverwaltungsgericht Berlin/Leipzig tätig.

 

Mittwoch, 5. April, 18 Uhr, Lorichs-Saal des Staatsarchivs

177. Ordentliche Mitgliederversammlung (nur für Mitglieder)

Auf der Mitgliederversammlung erstattet der Erste Vorsitzende, Prof. Dr. Rainer Nicolaysen, den Jahresbericht 2016/17. Im Mittelpunkt der diesjährigen Versammlung steht die Verleihung der Lappenberg-Medaille an Prof. Dr. Ina Lorenz und Dr. Detlef Garbe. Zudem werden turnusgemäß drei der fünfzehn Vorstandsmitglieder – die Stellvertreter/innen des Vorsitzenden, des Schatzmeisters und des Schriftführers – neu gewählt. Nach dem "offiziellen" Teil gibt es wie jedes Jahr die Gelegenheit zum weiteren Austausch bei Brezeln und Wein.

 

Mittwoch, 19. April, 18 Uhr, Vortragssaal der Staatsbibliothek

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Prof. Dr. Norbert Fischer: Von Seedeichen und Sturmfluten: Wasserbau, Geschichte und Gesellschaft im Amt Ritzebüttel und auf der Insel Neuwerk (17. bis 20. Jahrhundert) (Vortrag)

Für die Geschichte des hamburgischen Amtes Ritzebüttel war der Wasserbau von grundlegender Bedeutung. Durch zahlreiche Vor- und Rückdeichungen wurde die Grenze zwischen Land und Meer im Lauf der Jahrhunderte immer wieder neu festgelegt. Zum Symbol dieses Wandels ist der Hafen geworden, also das eigentliche "Cuxhaven", der 1618 von Hamburg zunächst als Not- und Winterhafen angelegt wurde. Verheerende Sturmfluten, wie die Weihnachtsflut 1717 und die Februarflut 1825, bildeten historische Zäsuren. International bekannte Wasserbauingenieure wie Reinhard Woltman sorgten für den Schutz von Deichen und Ufern. 

Norbert Fischer ist Sozial- und Kulturhistoriker und arbeitet als Professor am Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie der Universität Hamburg.

 

Mittwoch, 17. Mai, 18 Uhr, Grundbuchhalle im Ziviljustizgebäude (Sievekingplatz 1)

in Zusammenarbeit mit dem Hamburgischen Richterverein

Prof. Dr. Ursula Büttner: Fritz Valentin (1897-1984). Jüdischer Verfolgter, Richter und Christ (Buchvorstellung) 

Fritz Valentin war vieles: Jude nach der Herkunft und Christ aus tiefer Überzeugung, deutscher Patriot und aus seiner Heimat verjagter Flüchtling, gewissenhafter und leidenschaftlicher Richter. In seinem bewegten Leben spiegelt sich die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Ursula Büttner konnte Vorträge und persönliche Dokumente Valentins auswerten und in staatlichen, kirchlichen und wissenschaftlichen Archiven recherchieren. Im Gespräch mit der Herausgeberin Dr. Sigrid Schambach (VHG) stellt sie ihr Buch über den Lebensweg des bedeutenden Hamburger Richters Fritz Valentin vor.

Ursula Büttner, bis zum Ruhestand 2011 Mitarbeiterin an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, zahlreiche Veröffentlichungen zur deutschen und hamburgischen Geschichte im 20. Jahrhundert.

 

Mittwoch, 7. Juni, 18 Uhr, Vortragssaal der Staatsbibliothek

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Marine Fiedler (M. A.): Ananaskronen als Weihnachtsbaum: die translokalen Erfahrungen einer Kaufmannsfamilie zwischen Hamburg und Singapur (1840-1914) (Vortrag)

In den 1840er Jahren segelten zwei Geschwister der Kaufmannsfamilie Meyer nach Singapur, wo sie die Grundsteine der langfristigen hanseatischen Präsenz in diesem neuen globalen Hafen legen sollten. Dank ihres an Selbstzeugnissen reichen Archivs ermöglicht diese Familie einen globalen Blick auf die hamburgische Geschichte aus einer akteurszentrierten Perspektive. Es wird nicht nur von Familiendynamiken, Gefühlen und Verflechtungen berichtet, sondern auch, wie Hamburger am Kolonialismus im südostasiatischen Raum teilnahmen. 

Marine Fiedler (Universität Bern) erforscht in ihrem Dissertationsprojekt seit 2015 die Expansion der Familie Meyer von 1750 bis 1914.

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Melanie Pieper (Leitung der Geschäftsstelle)

Kattunbleiche 19
22041 Hamburg (Wandsbek)
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