Vortragsprogramm – Frühjahr 2016

Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich willkommen!

 

Bitte beachten Sie jeweils den Veranstaltungsort:

Der Vortragsraum der Staatsbibliothek befindet sich im 1. Stock
des Gebäudes der Staats- und Universitätsbibliothek, Von-Melle-Park 3

Der Lorichs-Saal befindet sich im Erdgeschoss des Staatsarchivs Hamburg, Kattunbleiche 19

Der Reimarus-Saal befindet sich im Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765, Trostbrücke 4-6 

 

Mittwoch, 24. Februar, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Prof. Dr. Reiner Lehrberger: Loki Schmidt. Ein Leben im Fokus von biografischen Selbstzeugnissen und Biografie-Forschung

Loki Schmidt war eine Person der Zeitgeschichte, über die viel berichtet wurde und die auch selbst in mehreren Büchern Einblicke in ihr Leben gegeben hat. Mit seiner 2014 erschienenen Loki Schmidt-Biografie hat Reiner Lehberger dennoch einen neuen Blick auf diese bemerkenswerte Frau geworfen. Die Basis seiner Arbeit waren umfängliche Archivarbeiten, Interviews mit 70 Zeitzeugen und mehr als hundert Gespräche mit Loki Schmidt selbst. Konsequent ist er den Brüchen und schwierigen Lebensphasen seiner Protagonistin nachgegangen. Davon, aber auch von den unglaublichen „drei Leben“ der Loki Schmidt, wird die Rede sein. Einige eindrucksvolle Fotodokumente aus dem privaten Fotoarchiv der Familie werden außerdem zu sehen sein.

Prof. Dr. Reiner Lehberger ist Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen zur Bildungsgeschichte und Biografie-Forschung vorgelegt.

 

Mittwoch, 23. März, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Prof. Dr. Andreas Pehnke (Greifswald): Wihelm Lamszus – Reformpädagoge und Autor kriegskritischer Literatur

Wilhelm Lamszus (1881-1965) engagierte sich über fünf Dekaden hinweg für Frieden, Völkerverständigung sowie pädagogischen Fortschritt und ist dennoch weitgehend in Vergessenheit geraten. Vor allem der Kalte Krieg und die Wiederbewaffnung ließen ihm wenige Chancen auf Öffentlichkeit bzw. eine Rezeption seines Werkes. Weltweit bekannt wurde er 1912 mit seinem Roman „Das Menschenschlachthaus“, einer schockierenden Vorausschau auf den industriellen Zukunftskrieg. In den zwanziger Jahren avancierte er zum kreativen Versuchsschullehrer in Tieloh-Süd. 1933 erhielt er Berufs- und Schreibverbot und zeigte oppositionelles Verhalten im Visier der Nationalsozialisten. Dennoch verwehrte ihm seine Vaterstadt Hamburg 1956 seine Ansprüche auf „Wiedergutmachung“ erlittenen Unrechts.

Prof Dr. Andreas Pehnke lehrt Allgemeine Pädagogik an der Universität Greifswald und hat soeben Lamszus' literarisches Werk herausgegeben.

 

Mittwoch, 6. April, 18 Uhr, Lorichs-Saal im Staatsarchiv

176. Ordentliche Mitgliederversammlung

Auf der Mitgliederversammlung erstattet der Erste Vorsitzende, Prof. Dr. Rainer Nicolaysen, den Jahresbericht 2015/16. Die Veranstaltung bietet allen Mitgliedern die Gelegenheit, Projekte und Perspektiven des Vereins zu diskutieren, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Wir hoffen auf rege Beteiligung!

Zudem wird unser Vorstandsmitglied Dr. Hans-Jörg Czech, seit Beginn des Jahres Direktor des Hamburg Museums, in einem Vortrag über "Projekte und Perspektiven des Hamburg Museums" berichten.

Nach dem „offiziellen“ Teil besteht wie jedes Jahr die Möglichkeit weiteren Austauschs bei Brezeln und Wein.

 

Mittwoch, 13. April, 18 Uhr, Reimarus-Saal im Haus der Patriotischen Gesellschaft

In Zusammenarbeit mit der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Prof. Dr. Jürgen Overhoff (Münster): Die transatlantischen Bezüge der hamburgischen Aufklärung (1776-1817). Von Blitzableitern, Kommerz und republikanischen Idealen

Im ausgehenden 18. Jahrhundert zählten der Pädagoge Johann Georg Büsch, der Arzt Johann Albert Heinrich Reimarus und der Bibliothekar Christoph Daniel Ebeling zu den bedeutendsten Hamburger Aufklärern. Sie alle vereinte ein großes Interesse am Naturwissenschaftler und Politiker Benjamin Franklin und an den von diesem genialen Erfinder mitbegründeten Vereinigten Staaten von Amerika. Ihre Vorlieben teilten sie zudem mit vielen anderen Mitbürgern an Elbe und Alster. So suchte der Senat der Stadtrepublik Hamburg im Jahr 1783, früher als die meisten anderen deutschen Staaten, einen Handelsvertrag mit den USA zum Abschluss zu bringen. Der Vortrag soll verdeutlichen, wie der Bezug auf Amerika den Stadtstaat Hamburg in seinem Selbstverständnis prägte.

Prof. Dr. Jürgen Overhoff lehrt seit 2013 an der Universität Münster als Professor für Historische Bildungsforschung.

 

Mittwoch, 27. April, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

PD Dr. Lu Seegers: Hanseaten und das Hanseatische in Diktatur und Demokratie

Die Begriffe Hanseaten und hanseatisch spielen heute eine zentrale Rolle in der Selbstbeschreibung von Hamburgerinnen und Hamburgern. Gemeint ist damit eine diffuse Grundhaltung, die durch Nüchternheit, Pragmatismus, Weltoffenheit und Toleranz gekennzeichnet ist. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich die Bedeutungsinhalte der beiden Begriffe in Diktatur und Demokratie deutlich unterschieden. Im „Dritten Reich“ stand das Hanseatische nicht etwa für Weltbürgertum und Liberalität, sondern für eine rassistisch-kolonialistische Eroberungsmentalität. Der Vortrag geht den Wandlungsprozessen nach, denen diese Selbstbeschreibung im Zeitraum von 1900 bis 1970 unterlag.

PD Dr. Lu Seegers, Historikerin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg.

 

Mittwoch, 25. Mai, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Dr. Jörg Schilling: Ein Haus und seine Gesellschaft - das Patriotische Gebäude 1842-2015 
Joachim Reinig: Bewahren und Verändern. Der Umgang mit einem Denkmal

Das Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765 an der Trostbrücke ist eines der bedeutendsten Baudenkmäler Hamburgs. Auf dem Platz des beim Großen Brand 1842 gesprengten Rathauses entwarf Theodor Bülau 1844 das neue Gebäude. Bis Ende des 19. Jahrhunderts blieb es Sitz der Hamburger Bürgerschaft. 1924 erfolgte eine expressionistische Aufstockung um vier Geschosse und die Neugestaltung des Innenbereichs. Nach der Zerstörung durch Brandbomben 1943 wurde das Haus bis 1957 unter der Leitung von Friedrich Ostermeyer mit dem Ziel einer „schlichten und funktionalen Gestaltung“ wieder aufgebaut. Zum 250. Gründungstag dieser wichtigen zivilgesellschaftlichen Einrichtung wurde das Gebäude saniert und zeigt sich jetzt in „neuem Glanz“, im Spannungsfeld zwischen Bewahren und Verändern.

Dr. Jörg Schilling ist Kunsthistoriker und freier Publizist zur Architekturgeschichte Hamburgs. Der Architekt Joachim Reinig leitete die aktuelle Sanierung und Restaurierung des Hauses.

 

Sonntag, 29. Mai, 12-14 Uhr, Haus der Patriotischen Gesellschaft

Führung durch das Patriotische Gebäude mit Joachim Reinig und Dr. Jörg Schilling 

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