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Vortragsprogramm – Herbst 2019

Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich willkommen!

 

Bitte beachten Sie jeweils den Veranstaltungsort:

Der Vortragsraum der Staatsbibliothek befindet sich im 1. Stock
des Gebäudes der Staats- und Universitätsbibliothek, Von-Melle-Park 3

Der Lorichssaal befindet sich im Erdgeschoss des Staatsarchivs Hamburg, Kattunbleiche 19

Das Museum für Hamburgische Geschichte ist am Holstenwall 24

Die Handelskammer Hamburg ist am Adolphsplatz 1

 

Freitag, 20. September, 15 Uhr (!), Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1

Eduard Rosenbaum. Wirtschaftswissenschaftler und Bibliotheksdirektor. Ausstellungsbesuch

In Zusammenarbeit mit der Commerzbibliothek Hamburg

Als Ökonom, Autor sowie Sachverständiger bei den Versailler Friedensverhandlungen war Rosenbaum einer der profiliertesten Handelskammer-Mitarbeiter seiner Zeit. Ab 1914 im Hause, wurde er 1919 zum Handelskammer-Syndikus und Direktor der Commerzbibliothek. Zu seinem Bekanntenkreis zählten u. a. Reichskanzler Cuno und der britische Ökonom Keynes. Im Mittelpunkt stand für Rosenbaum jedoch stets „seine“ Commerzbibliothek, die er durch die wirtschaftlichen Krisen der Weimarer Jahre führte und auf die Hamburger Kaufleute ausrichtete. Im Nationalsozialismus verlor er seine Ämter und emigrierte nach Großbritannien, wo er 1979 starb.
Es führen die beiden Ausstellungsmacher Kathrin Enzel M.A., Geschäftsführerin der Stiftung Hanseatisches Wirtschaftsarchiv, und Michael Stritzel M.A., Mitarbeiter der Commerzbibliothek.

 

Mittwoch, 25. September, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek, Von-Melle-Park 3

Felix Matheis M.A.: „Hanseaten im Osten“ – Hamburger und Bremer Kaufleute im besetzten Polen 1939-1945. Vortrag

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Entgegen einer lange populären Erzählung kooperierten die hansestädtischen Wirtschaftseliten ab 1933 aufs Engste mit den NS-Machthabern. Die Zusammenarbeit ging weit über die Stadtgrenzen hinaus. Als die deutsche Wehrmacht die östlichen Nachbarn überfiel, folgten ihr zahlreiche Kaufleute. Ihre Firmen profitierten von der Ausbeutung der Menschen und der Ermordung der jüdischen Bevölkerung. Der Vortrag beleuchtet dieses kaum bekannte Kapitel der Zeitgeschichte am Beispiel des „Generalgouvernements“.
Felix Matheis ist Doktorand am Fachbereich Geschichte der Universität Hamburg und besuchte für seine Forschung Archive in Deutschland und Polen.

 

Mittwoch, 2. Oktober, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek, Von-Melle-Park 3

Dr. Lars Amenda und Oliver Leibbrand M.A.: Altonaer Bicycle-Club von 1869/80 – Radfahren, Radsport und Gesellschaft. Vortrag

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Der Altonaer Bicycle-Club von 1869/80 (ABC) hat Fahrradgeschichte geschrieben. Vor 150 Jahren gründeten Pioniere den Eimsbütteler Velocipeden-Reit-Club, aus dem später der ABC hervorging. Der reich bebilderte Vortrag erzählt dessen Geschichte und damit die Anfänge des Radfahrens und -sports in Hamburg und Umgebung. Treibende Kräfte im Verein wie Harro Feddersen und Gregers Nissen wirkten für den Aufschwung des Radfahrens – die massenhafte Verbreitung des Fahrrads ab 1900 beendete schließlich die Blütezeit des ABC.
Lars Amenda ist Historiker und Zweiter Vorsitzender des ABC. Oliver Leibbrand ist Historiker und Lehrer sowie Erster Vorsitzender des ABC.

 

Mittwoch, 23. Oktober, 18 Uhr, Museum für Hamburgische Geschichte, Holstenwall 24

Dr. Claus Gossler (Hg.): Die Lebenserinnerungen des Hamburger Architekten Martin Haller (1835-1925). Porträt einer
großbürgerlichen Epoche der Hansestadt. Buchvorstellung.

In Zusammenarbeit mit dem Museum für Hamburgische Geschichte

Mit Band 68 seiner „Beiträge zur Geschichte Hamburgs“ legt der VHG die vollständigen Lebenserinnerungen Hallers vor. Dieser war ohne Zweifel der bedeutendste Hamburger Baumeister vom letzten Drittel des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs. Sein umfangreiches OEuvre ist in der künstlerischen Ausgestaltung der Bauten und von seinem erlesenen Kundenkreis her einzigartig. Neben der führenden Beteiligung am Bau des Hamburger Rathauses bildeten Privathäuser den Schwerpunkt seiner Tätigkeit, auch konzipierte er Bank- und moderne Bürohäuser.
Ursprünglich als Kaufmann tätig, studierte Claus Gossler im Ruhestand Geschichte.

 

Mittwoch, 6. November, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek, Von-Melle-Park 3

„So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch“. Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Präsentation

In Zusammenarbeit mit der Körber-Stiftung, dem Staatsarchiv Hamburg und der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

172 Beiträge haben Hamburger Schülerinnen und Schüler diesmal eingereicht, in denen sie den Umgang mit politischen, wirtschaftlichen, ökologischen oder persönlichen Krisen in Hamburg oder der Familie erforscht haben. Die Beiträge sind thematisch vielfältig: von der Hexenverfolgung, Hungerkrisen und Cholera über Krisen und Aufbruch in der Nachkriegszeit bis zu Umbrüchen durch die 68er-Bewegung. Einen breiten Raum nehmen Geschichten von Flucht und Vertreibung in der eigenen Familie ein. An diesem Abend stellen die Schülerinnen und Schüler ihre preisgekrönten Arbeiten vor.
Es moderiert das Mitglied der Regionaljury Hamburg Dr. Joachim Wendt vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung.

 

Mittwoch, 13. November, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek, Von-Melle-Park 3

Prof. Dr. Angelika Schaser: Helene Lange (1848-1930) – Liberale, Politikerin und Reformpädagogin. Vortrag

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Helene Lange lebte von 1916 bis 1920 in Hamburg und eröffnete dort als Alterspräsidentin die erste Sitzung der demokratisch gewählten Hamburger Bürgerschaft am 24. März 1919. Die 71-jährige verkörperte damals den demokratischen Aufbruch 1918/19 und die Errungenschaften der Weimarer Republik wie kaum eine andere Person. 1923 verlieh ihr die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen eine Ehrenpromotion, 1925 wurde sie zur Ehrenvorsitzenden der DDP ernannt und 1928 erhielt sie die Ehrenbürgerschaft ihrer Geburtsstadt Oldenburg.
Angelika Schaser ist Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Hamburg.

 

Mittwoch, 20. November, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek, Von-Melle-Park 3

Die neue ZHG ist da! Präsentation der druckfrischen Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 105 (2019)

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Auch in diesem Herbst stellt der Verein für Hamburgische Geschichte den neuen Band seiner Zeitschrift in einer öffentlichen Veranstaltung vor. Die fünf Aufsätze des neuen Bandes werden dabei in kurzen Statements von "ersten Leserinnen und Lesern" (nicht von den Autorinnen und Autoren selbst) vorgestellt, und das Redaktionsteam wird Rede und Antwort stehen (Dirk Brietzke und Rainer Nicolaysen für den Aufsatzteil; Angela Graf und Franklin Kopitzsch für den Rezensionsteil). Wir freuen uns auf Ihren Besuch und darauf, mit Ihnen auf den neuen Band – sei es mit Wasser oder mit Wein – anzustoßen.

 

Mittwoch, 27. November, ab 11 Uhr (!), Lorichssaal des Staatsarchivs, Kattunbleiche 19

Bücherflohmarkt und Buchauktion

Der Bibliotheksausschuss möchte Sie auch in diesem Jahr wieder zu einem Bücherflohmarkt, verbunden mit einer Buchauktion, einladen. Diesmal mit einem geänderten Ablauf: Wir beginnen bereits um 11 Uhr mit dem Bücherflohmarkt, von 16 bis 17 Uhr findet die Auktion statt und in der letzten Stunde bis 18 Uhr kann noch weiter gestöbert werden. Wir hoffen auf eine rege Teilnahme. Der Erlös kommt der Vereinsbibliothek zugute.

Hinweis: Flohmarkt und Auktion sind nur für Vereinsmitglieder.

 

Mittwoch, 4. Dezember, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek, Von-Melle-Park 3

Daniel Nachtsheim: Hans Henny Jahnn und Hamburg. Über die schöpferische Spannung zwischen einem Autor und
seiner Stadt. Vortrag

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und dem Hans Henny Jahnn e. V.

Jahnn (1894-1959) war Schriftsteller, Orgelbauer, Musikverleger, Sektengründer, Pazifist, Hormonforscher, Präsident der Freien Akademie der Künste und Landwirt. Sein Werk sperrt sich gegen einfache Klassifizierungen. Er gehört zu Hamburgs großen, vielleicht auch zu seinen verkannten Schriftstellern. Die Stadt spielte für sein Schaffen eine wichtige Rolle: als Stätte von Kindheit und Jugend, als Arbeitgeber und als Ort der Enttäuschung. Doch auch als Inspiration ist sie mannigfaltig in sein Werk eingeflossen.
Daniel Nachtsheim unterrichtet Philosophie, Geschichte und Deutsch an einem Hamburger Gymnasium und hat Schulbuchtexte und wissenschaftliche Aufsätze verfasst.

 

Mittwoch, 11. Dezember, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek, Von-Melle-Park 3

Durch die Linse der Kamera – Hamburg in Filmen der 1910er bis 1970er Jahre. Filmvorführung

In Zusammenarbeit mit dem Landesfilmarchiv Bremen und der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

In den Beständen des Landesfilmarchivs Bremen finden sich immer wieder Filmsequenzen mit Hamburg-Bezug. Diesmal sind zu sehen: mit der Amateurkamera aufgenommene kurze Schwenks aus der Innenstadt, Besuche bei Hagenbecks Tierpark (darunter Impressionen von „Völkerschauen“), Hafenszenen sowie einmalige Aufnahmen von den letzten Tagen der Köhlbrand-Fähren, die als Trajektschiffe für den Eisenbahnverkehr eine technikhistorische Preziose darstellten. Hinzu kommen zwei Filme der Polizei Hamburg aus den Jahren 1968 und 1973.
Durch die Veranstaltung führt der Hamburg eng verbundene Historiker Dr. Daniel Tilgner, der seit 2013 das Landesfilmarchiv Bremen (Zentrum für Medien/LIS) leitet.

 

Hier können Sie das Programm herunterladen.